Planung


Die Kronberg Academy Stiftung ist Bauherrin eines Kammermusiksaals und eines Studienzentrums. Sie hat dazu ein direkt am Kronberger Bahnhof gelegenes Grundstück von der Stadt Kronberg erworben. Einen Architekten-Wettbewerb, den die Kronberg Academy Stiftung gemeinsam mit der Bauherrin des Hotel-Neubaus auf dem benachbarten Grundstück (Contraco GmbH) ausgeschrieben hatte, konnte 2014 das Büro  Staab Architekten GmbH aus Berlin für sich entscheiden. Bei der Planung des Konzertsaales arbeiten die Architekten mit dem renommierten Akustiker Martijn Vercammen Hand in Hand.


Architektonische und städtebauliche Konzeption

Das Studienzentrum wird in die Topographie der bestehenden Hangkante integriert und mit zwei Lichthöfen versehen – es verkörpert so  die nach innen gerichtete Konzentration des Studienbetriebs.

Das Konzept des Konzertsaal-Gebäudes soll demgegenüber  das Selbstverständnis der Kronberg Academy widerspiegeln, ein offener Ort zu sein und zugleich die für das Musikerlebnis so wichtige Intimität zu ermöglichen. Durch gläserne Transparenz wird die Verbindung zur benachbarten Parklandschaft hergestellt.
Im Inneren des Konzertsaals finden Besucher und Musiker in einer „hölzernen Schatzkiste“ (Architekt Volker Staab) räumliche Konzentration.

Die Nähe und Verbindung der beiden unterirdisch miteinander verbundenen Baukörper – Konzertsaal und Studienzentrum – macht die enge Verflechtung von Lernen und Auftreten im Konzert räumlich sichtbar, für die die Kronberg Academy steht.

Ein öffentlicher Platz zwischen Konzertsaal, Studienzentrum und Hotel soll als geschützter Raum zum Verweilen mit besonderer Bepflanzung gestaltet werden.


Musikerlebnis im Konzertsaal

Der neue Kammermusiksaal wird ca. 500 Zuhörer fassen. Die Bühne bietet Platz für Solisten oder kleine Ensembles bis hin zur Kammerphilharmonie (65 Musiker). Die mittlere Saalgröße, flexible Bühnen und zusätzliche Aufführungsorte im Studienzentrum ermöglichen konzeptuelle Offenheit und familiäre Atmosphäre. Die Grundform des Saales, eine „Freiform“ mit geschwungenen konvexen und konkaven Wänden, begünstigt  das Erlebnis des Zuhörers, nah am Geschehen und akustisch „mitten im Klang“ zu sein. Das raumakustische Saalvolumen beträgt in etwa 5.500 m3.

Der Saal gliedert sich in einen Parkett- und einen Rangbereich mit etwa gleich vielen Plätzen. Das Parkett besitzt 13 Sitzreihen und steigt in einem hinteren Drittel leicht an, um so eine gute Sicht zur Bühne zu ermöglichen und gleichzeitig eine gute Direktschallversorgung der Zuhörer zu gewährleisten.


So geht es weiter:

Im Oktober 2017 wird der Spatenstich stattfinden.