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Ralph Kirshbaum / Photo: J. Henry Fair

Ralph Kirshbaum

Ralph Kirshbaum

Violoncello

Die bemerkenswerte Karriere des in Texas geborenen Cellisten Ralph Kirshbaum umfasst die Welten des solistischen Auftritts, der Kammermusik, der Aufnahmen und der Pädagogik und setzt ihn auf dem höchsten Rang der heutigen Cellisten. Er genießt nicht nur die Zuneigung und den Respekt seines weltweiten Publikums, sondern auch von seinen angesehenen Kollegen und Studenten. „Ralph Kirshbaum hat einen wundervollen Klang, vollkommene technische Zuverlässigkeit und die Vorstellungskraft, um die Musik spontan, gleichzeitig aber auch gut durchdacht klingen zu lassen“, schreibt die Pittsburgh Tribune-Review.

Ralph Kirshbaum ist mit vielen der weltweit großen Orchester aufgetreten, darunter das Boston Symphony Orchestra , das Chicago Symphony Orchestra , das San Francisco Symphony Orchestra, das Pittsburgh Symphony Orchestra,  das BBC Symphony Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Cleveland Orchestra, das Los Angeles Philharmonic, das Philharmonia Orchestra, das Tonhalle Orchester Zürich, das Orchestre de Paris und das Israel Philharmonic Orchestra. Er arbeitete mit vielen der größten Dirigenten zusammen, darunter Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Christoph von Dohnányi, Andrew Davis, Sir Colin Davis, James Levine, Kurt Masur, Zubin Mehta, Sir Antonio Pappano, André Previn, Sir Simon Rattle, Leonard Slatkin und Sir Georg Solti. Ralph Kirshbaum trat oft bei renommierten internationalen Festivals wie in Edinburgh, Bath, Verbier, Lucerne, Aspen, La Jolla, Santa Fe und dem Music@Menlo, dem Ravinia Festival und New York’s Mostly Mozart auf.

Nach einer dreißigjährigen Zusammenarbeit mit dem Pianisten Peter Frankl und dem Violinisten Gyorgy Pauk ist er in den letzten Jahren mit Pinchas Zukerman, Robert McDuffie, Lawrence Dutton, Peter Jablonski und Shai Wosner aufgetreten. Weitere musikalische Partner waren  Leif Ove Andsnes, Joshua Bell, Yefim Bronfman, Midori, Lang Lang, Vadim Repin, Joseph Swensen, Pepe Romero und die Emerson und Takács Streichquartette. Johann Sebastian Bachs Werk ist ein wichtiger Bestandteil seiner musikalischen Tätigkeit. So hat er den vollständigen Zyklus der Suiten für Violoncello in der Londoner Wigmore Hall, dem Metropolitan Museum of Art  in New York, Sydney, Edinburgh, Lyon und San Francisco aufgeführt. Zudem hat er eine von der Kritik gefeierte Aufnahme von Bachs Solosuiten für EMI/Virgin Classics gemacht.

Ralph Kirshbaum führte kürzlich Beethoven-Zyklen mit dem Pianisten Shai Wosner in den USA und Großbritannien auf. Musikalischer Höhepunkt war dabei die Aufführung  des vollständigen Zyklus auf der Feier des 70. Geburstags  von Ralph Kirshbaum in der Londoner Wigmore Hall. Dieser Auftritt wurde live aufgenommen und im Dezember 2016 von Onyx Classics veröffentlicht. Das „Classical Music Magazine“ kommentierte dazu in einer Fünf-Sterne-Rezension: „Kirshbaum ist mit ausgeprägtem, vollem und zugleich geschmeidigem Klang und zutiefst intuitiver Phrasierung in guter Form. Kein Detail wird übersehen, dennoch kann sich jedes Stück organisch entfalten“. In der letzten Saison setzte Ralph Kirshbaum seine Auftritte mit Beethovens Werken für Violoncello und Klavier gemeinsam mit Shai Wosner fort. Die beiden Künstler spielten Konzerte in der Phillips Collection in Washington DC, im Wallis Annenberg Center in Los Angeles und bei Chamber Music Sedona in Arizona.

Ralph Kirshbaum gründete 1988 das erste RNCM Manchester International Cello Festival zur Feier des Cellos, seiner Musik und Musiker. Das letzte Festival im Jahr 2007 wurde mit dem Royal Philharmonic Society’s Music Award for Concert Series and Festivals ausgezeichnet.

2012 weihte Ralph Kirshbaum das äußerst erfolgreiche Piatigorsky International Cello Festival in Los Angeles ein, das an der Thornton School of Music der University of Southern California stattfand. 2016 fand das Festival erneut statt und wurde von einigen der weltweit führenden Cellisten, aufstrebenden jungen Künstlern sowie einem begeisterten Publikum besucht. Auch international erhielt das Festival Beifall für seine Konzerte, Masterclasses, Lectures und Workshops. Ralph Kirshbaum eröffnete das Festival 2016 mit einer Aufführung von Ernst Blochs „Schelomo“ mit dem Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von Leonard Slatkin.

Als renommierter Pädagoge arbeitete Ralph Kirshbaum 38 Jahre lang am Royal Northern College of Music in Manchester. 2008 folgte er dem Ruf auf die „Gregor Piatigorsky“-Professur für Violoncello an die Thornton School of Music der University of Southern California, wo er kürzlich auch den Vorsitz des Fachbereichs für Streichinstrumente übernahm. Im Juli 2016 erhielt er die Ehrendoktorwürde für Musik des Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow. Ralph Kirshbaum ist Künstlerischer Berater beim IMS Prussia Cove, Gründer und Ehrenpräsident des Pierre Fournier Award sowie Ehrenpräsident der London Cello Society. Für eine Fünf-Jahres-Periode diente er im „United States President’s Committee on the Arts and Humanities“.

Ralph Kirshbaums zahlreiche Aufnahmen beinhalten eine Ersteinspielung von Michael Tippetts Tripelkonzert für Violine, Viola und Violoncello für Philips, welche vom Gramophone Magazine als „Record of the Year“ gewählt wurde, sowie die Konzerte von Elgar und Walten für Chandos, die Trios von Ravel, Shostakovich und Brahms für EMI, das Barber-Konzert und seine Sonate für EMI/Virgin Classics und die Sonaten von Shostakovich und Prokofiev mit Peter Jablonski für Altara Music. Beachtenswert sind auch seine Aufnahmen des Brahms-Doppelkonzerts und des Beethoven-Tripelkonzerts für BMG Classics mit Pinchas Zukerman, John Browning und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschenbach, sowie die jüngste Veröffentlichung des Schubert-Quintetts mit dem Takács Quartet bei Hyperion.

Ralph Kirshbaums spielt ein Montagnana-Cello, das sich vormals auch im Besitz des Cello-Virtuosen Alfredo Piatti  befand.

Stand: Oktober 2017