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Daniel Barenboim

Daniel Barenboim

Violoncello

Der Pianist und Dirigent, einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, hat sich mit seinen Auftritten an den führenden Häusern der ganzen Welt höchstes Ansehen erworben. Mit seinem Anliegen, durch Kultur geistige Barrieren abzubauen, erreicht er zahlreiche Menschen, ebenso wie mit seinem Engagement für das intensive Zuhören und den freien Dialog – zwei Dinge, die wechselseitig voneinander abhängen. “Um Musik zu machen, muss man zuhören”, sagte er.

Daniel Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren. Er studierte Klavier bei seinem Vater, der sein einziger Lehrer blieb. Beide Eltern waren Musiker und begabte Pädagogen.

Seine Liebe zur Musik verstärkte sich, als er mit sieben Jahren sein erstes öffentliches Recital gab. In Salzburg begann er im Alter von 12 Jahren bei Igor Markevitch ein Dirigentenstudium, und er begegnete Wilhelm Furtwängler. Ein sehr erfolgreiches Recital-Debüt in der Wigmore Hall in London sowie Konzert-Debüts in Paris (1955) und mit den New Yorker Philharmonikern und Leopold Stokowski in New York (1957) bestätigten das musikalische Talent des Teenagers.

Daniel Barenboims Dirigentenlaufbahn erhielt weiteren Auftrieb, als er 1968 mit dem London Symphony Orchestra in New York gastierte. Schon bald stellte er als Gastdirigent enge Beziehungen zu den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra her. Von 1975 bis 1989 wurde er Musikdirektor des Orchestre de Paris und setzte sich während dieser Zeit besonders für zeitgenössische Musik von Komponisten wie Berio, Boulez, Dutilleux, Henze, Lutosławski und Takemitsu ein. Ab 1981 dirigierte er 18 Jahre lang bei den Bayreuther Festspielen.

1991 wurde Daniel Barenboim Nachfolger von Sir Georg Solti als Musikdirektor des Chicago Symphony Orchestra, das ihm 2006 den Titel „Ehrendirigent auf Lebenszeit“ verlieh. 1992 wurde er Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden und im Jahr 2000 „Chefdirigenten auf Lebenszeit“ ihres Orchesters, der Staatskapelle Berlin.

Im Juni 2019 wurde nicht nur sein Vertrag mit der Staatsoper bis 2027 verlängert, sondern er wurde auch Ehrendirigent der Berliner Philharmoniker, die diesen Titel damit erstmals vergaben. Er tritt auch regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern auf.

Zusammen mit dem palästinensisch-amerikanischen Literaturkritiker Edward Said gründete Daniel Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra, ein Ensemble von jungen Musikern aus dem Nahen Osten, unter anderem mit Israelis, Palästinensern, Ägyptern, Syrern und Jordaniern. Das West-Eastern Divan Orchestra ist zu einem Symbol der Hoffnung und einem Ort des Dialogs geworden. Im März 2017 erhielt es ein dauerhaftes Domizil, als der Pierre Boulez Saal in der der Barenboim-Said Akademie eröffnet wurde. Die Akademie, die ihren Lehrbetrieb im Oktober 2016 aufnahm, wurde von Daniel Barenboim gegründet, um das Vermächtnis seiner Arbeit mit dem inzwischen verstorbenen Edward Said weiterzuentwickeln. Dazu gehört nicht zuletzt auch das Angebot einer musikalischen und geisteswissenschaftlichen Ausbildung für junge Musiker aus dem Nahen Osten.

Für seine musikalische und humanitäre Arbeit wurden Daniel Barenboim zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen zuteil. Er wurde zum Grand Officier der französischen Ehrenlegion und Knight Commander of the Order of the British Empire ernannt und erhielt u.a. das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, den Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Herbert-von-Karajan-Musikpreis.

Stand: Dezember 2019