Geburtstagskonzert für Emanuel Feuermann in Berlin

Kronberg Academy und UdK Berlin erinnern am 21. November an den großen Cellisten

Emanuel Feuermann (1902–1942) war neben Pablo Casals einer der bewundertsten Cellisten des 20. Jahrhunderts. Die hohe Wertschätzung für ihn ist bis heute einhellig: „Ein Jahrhunderttalent“, so der berühmte Cellist Jascha Heifetz, und Arthur Rubinstein schrieb „Der größte Cellist aller Zeiten“. Feuermanns Spiel galt als warm, persönlich, schwärmerisch, farbenreich, virtuos und atemversetzend. In seiner kurzen Musikerkarriere trug er dazu bei, das Violoncello als Soloinstrument zu etablieren, und er revolutionierte das moderne Cellospiel.

Ihm zu Ehren wurde 2002 anlässlich seines 100. Geburtstags der Grand Prix Emanuel Feuermann ins Leben gerufen. Der renommierte internationale Cello-Wettbewerb wird seither von der Domenico-Gabrielli-Stiftung der UdK Berlin und der Kronberg Academy gemeinsam ausgerichtet. Der V. Grand Prix Emanuel Feuermann findet in Berlin vom 16. bis 22. November 2020 statt.

Am Vorabend seines diesjährigen Geburtstags laden die Kronberg Academy und die Universität der Künste zu einem Konzert in den Joseph-Joachim-Konzertsaal der UdK Berlin ein: Am 21. November 2019 um 19.30 Uhr spielen Giorgi Kharadze und Danjulo Ishizaka (Violoncello), begleitet von dem Pianisten José Gallardo, Werke von Robert Schuhmann, Dmitri Shostakovich und Sergei Rachmaninoff. Die Cellisten sind die ersten beiden Gewinner des Grand Prix Emanuel Feuermann: Danjulo Ishizaka gewann im Jahr 2002 und Giorgi Kharadze im Jahr 2006. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Emanuel Feuermann wurde am 22. November 1902 in Kolomea, Galizien, geboren. Der junge Cellist studierte zunächst bei Anton Walter in Wien, wohin die Familie 1909 gezogen war. Später führte er seine Studien in Leipzig bei Julius Klengel, Cellist am Gewandhaus, fort. Im Alter von nur 16 Jahren erhielt er eine Professur am Kölner Konservatorium und wurde Solo-Cellist des Gürzenich-Orchesters. Von 1927 bis 1933 war er Professor an der Berliner Musikhochschule und ging in den Folgejahren auf Konzertreisen nach Nord- und Südamerika sowie in den Nahen und Fernen Osten. 1933 wurde er wegen seiner jüdischen Abstammung von seiner Professur enthoben und emigrierte über London in die USA. Emanuel Feuermann starb am 25. Mai 1942 in New York überraschend im Alter von 39 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn an den Folgen einer Operation.

Geburtstagskonzert für Emanuel Feuermann

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