zurück
Diana Tishchenko / Photo: Benchik

Diana Tishchenko

2018 Chamber Music Connects the World, Junior

Diana Tishchenko

Violine

Die Violinistin Diana Tishchenko wurde 1990 auf der Krim (Ukraine) geboren. Sie begann mit sechs Jahren mit dem Geigenspiel, mit elf Jahren wurde sie an die renommierte Lysenko Spezialmusikschule in Kiew aufgenommen und dort von Tamara Mukhina unterrichtet. Mit 18 Jahren wurde sie zunächst Mitglied, dann Konzertmeisterin beim Gustav-Mahler Jugendorchester, wo sie mit Sir Colin Davis, Franz Welser-Möst, Herbert Blomstedt, Antonio Pappano und Daniele Gatti zusammengearbeitete. 2010 zog Diana Tishchenko nach Berlin, um bei Ulf Wallin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler zu studieren. Im Februar 2016 schloss sie mit dem Master ab und wurde gleich darauf zum Konzertexamen-Studium zugelassen. In den vergangenen Jahren war sie außerdem jeweils für ein Semester Assistentin bzw. Lehrbeauftragte für Prof. Wallin (2014 und 2017).
Weitere musikalische Inspirationen bekam sie durch Ferenc Rados, Saschko Gawriloff und Steven Isserlis. Während ihres Studiums war Diana Tishchenko Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Hans und Stefan Bernbeck Stiftung, des Deutschland-Stipendiums, der Alfred-Töpfer Stiftung und wurde gefördert von dem Verein Live Music Now Berlin und Freunde Junger Musiker Düsseldorf. Ihr Konzertexamen mit dem 2. Violinkonzert von Prokofjew hat sie im Dezember 2017 im Konzerthaus Berlin unter der Leitung von Lahav Shani gespielt.

Diana Tishchenko ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, unter anderem war sie 2013 Finalistin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD und erhielt den Preis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Werkes sowie den Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters. Den dritten Preis gewann sie beim Internationalen David Oistrakh Wettbewerb in Moskau. Im Januar 2017 gewann sie den ersten Preis beim Felix Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin, wo sie auch mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Werks „The Wire Dancer“ von Ming-Hsiu Yen ausgezeichnet wurde.

Diana Tishchenko spielte als Solistin mit dem Shenzhen Symphony Orchestra, Jyväskylä Sinfonia, den Hamburger Symphonikern und dem Münchener Kammerorchester sowie mit Dirigenten wie Yaron Traub, Ion Marin, Leo McFall, Titus Engel, Ville Matvejeff, Evgeny Bushkov und Saulius Sondeckis. Sie gastierte bei Festivals wie dem Salzburger Kammermusik Festival, den Homburger Kammermusiktagen, dem Podium Festival Esslingen und Haugesund (Norwegen) ACMChamber Music Triest und dem Lalo Festival in Venedig.

Nach dem ARD-Musikwettbewerb wurde Diana Tishchenko eingeladen, Konzertmeisterin des Münchener Kammerorchesters zu werden, diese Position hatte sie von 2014 bis 2016 inne. Darüber hinaus ist sie eine enthusiastische Kammermusikerin, ihre Partner waren in den vergangenen Jahren Mikayel Hakhnazaryan, Andrei Ioniță, Kajana Packo, Kyoungmin Park, Hartmut Rohde, Elena Graf, Laura Ruiz Ferrez, Joachim Carr und Ben Kim. Zusammen mit ihrem Duopartner, den norwegischen Pianisten Joachim Carr, erspielte sie 2014 den ersten Preis beim Kammermusik-Wettbewerb in Lyon, Frankreich. Im Herbst 2016 trat das Duo bei Radio France in Paris auf, weitere Aufnahmen und Mitschnitte sind beim DLR Kultur und BR Klassik entstanden. Ein weiteres gemeinsames Highlight war das Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellt Diana Tishchenko eine Violine des Italienischen Meisters Camillius Camilli (Mantua 1731) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung.

Diana Tishchenko hat besondere Freude am Unterrichten und hat in Spanien bereits zwei Meisterkurse gegeben. Sie genießt es, in einer vielfältigen und spannenden Stadt wie Berlin zu leben.

Biografien beruhen auf Informationen, die zuletzt von den Künstlern oder ihren Vertretern zur Verfügung gestellt wurden. Stand: Februar 2018