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Claudio Bohórquez / Photo: Christine Schneider

Claudio Bohórquez

1994 Cello Meisterkurse, Landgraf von Hessen Preis

1995 Cello Festival, Konzert

2000 International Pablo Casals Cello Competition, 1. Preis

2001 Cello Festival, Konzert

2002 Chamber Music Connects the World, Junior

2003 Mit Musik – Miteinander, Dozent

2004 Mit Musik – Miteinander, Dozent

2004 Chamber Music Connects the World, Gast

2005 Cello Festival, Konzert

2009 Cello Festival, Konzert

2010 Chamber Music Connects the World, Gast

2011 Mit Musik – Miteinander, Dozent

2013 Alumni Treffen

2013 Kronberg Academy Festival, Konzert

2015 Alumni Treffen

2017 Alumni Treffen

2019 Kronberg Academy Festival, Konzert

Claudio Bohórquez

Violoncello

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Fachs. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben wie dem Tchaikovsky-Jugendwettbewerb in Moskau oder dem Rostropovich-Wettbewerb in Paris erfolgreich. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem 1995 sehr jung den ersten Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte. Im Jahr 2000 gewann er beim erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe aus der Hand von Marta Casals Istomin.

Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst. Von 2011 bis 2016 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart, im September 2016 wurde er an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin berufen, an der er seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtete.

Claudio Bohórquez trat unter anderen mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der der Academy of St. Martin in the Fields auf. In Japan konzertiert er mit dem NHK Symphony Orchestra und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony, Los Angeles Philharmonic, National Symphony und dem Philadelphia Orchestra.

Zu den namhaften Dirigenten, mit denen Claudio Bohórquez bisher arbeitete, zählen Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman.

Claudio Bohórquez ist bei zahlreichen Festivals zu Gast. Darunter das Festival Casals in Puerto Rico, City of London Festival, Penderecki-Festival in Warschau oder auch Jerusalem International Chamber Music Festival. In den USA war er u. a. beim Tanglewood, Ravinia und Aspen Festival sowie beim Hollywood Bowl zu erleben. Er nahm am Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich und an Gidon Kremers Festival „les muséiques“ in Basel teil.

Dass er ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez auch an anderer Stellen beweisen: mit Jörg Widmann und Katia Skanavi gab er in Madrid und Bilbao Konzerte, musizierte gemeinsam mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad im Rahmen des Beethoven Marathons am Konzerthaus Berlin Beethoven Klaviertrios und war im Streichtrio mit Daishin Kashimoto und Amihai Grosz zu erleben.

Die vergangene Saison führte den Künstler zu vielen Festivals, u. a. zum Rheingau Musik Festival mit dem Columbian Youth Philharmonic unter Andrés Orozco-Estrada, zu den Dresdner Musikfestspielen mit einem Kammermusik-Projekt gemeinsam mit dem Geiger Philippe Quint Pianist und dem Pianisten Boris Giltburg und zum Schleswig-Holstein Musik Festival mit einem Streichquintett Seite an Seite mit Daniel Hope. Die aktuelle Saison enthält unter anderem Wiedereinladungen zum Schleswig-Holstein Musik Festival und zum Rheingau Musik Festival.

Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul English zum Film „Ten Minutes Older – The Cello“ mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war. Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt „Raum für Pablo Casals“ als Hommage an diesen großen Cellisten. Mit Daniel Hope entstand für Deutsche Grammophon die ECHO-prämierte CD „Four Seasons“ (2017).

Im Juli 2018 erscheint bei Berlin Classics eine neue CD mit den Sonaten von Johannes Brahms und einigen Bonustracks gemeinsam mit Claudio Bohórquez‘ Duo-Partner Péter Nagy.

Seit der Saison 2017/18 ist Claudio Bohórquez künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte und Konzerttage Winnenden.

Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.

Biografien beruhen auf Informationen, die zuletzt von den Künstlern oder ihren Vertretern zur Verfügung gestellt wurden. Stand: Juni 2018