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Vadim Gluzman / Photo: Marco Borggreve

Vadim Gluzman

 

 

Vadim Gluzman

Violine

Vadim Gluzmans außergewöhnliche Kunstfertigkeit besteht in der Fortsetzung der großen Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts, die er mit der Frische und Dynamik der Gegenwart belebt. Zu seinem breit gefächerten Repertoire zählt insbesondere auch die zeitgenössische Musik, die er fördert und liebt. Er ist ein weltweit gefragter Solist; Livemitschnitte sowie preisgekrönte Aufnahmen, die er exklusiv für das Label BIS aufgenommen hat, ergänzen seine umfangreiche Konzerttätigkeit.

Der israelische Geiger tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf, darunter die Berliner Philharmoniker, Boston und Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic, Israel Philharmonic, London Symphony, Gewandhausorchester Leipzig, die Münchner Philharmoniker, San Francisco Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und das NHK Symphony Orchestra. Er arbeitet dabei mit führenden Dirigenten wie Neeme Järvi, Andrew Litton, Tugan Sokhiev, Itzhak Perlman, Paavo Järvi, Rafael Frühbeck de Burgos, Hannu Lintu, Peter Oundjian und Vassili Sinaisky zusammen. Er ist regelmäßiger Gast bei den Festivals Verbier, Ravinia, Lockenhaus, Pablo Casals, Colmar und Jerusalem sowie bei der Kronberg Academy und beim North Shore Chamber Music Festival in Northbrook Illinois, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau und langjährigen Kammermusikpartnerin am Klavier, Angela Yoffe, gründete.

Höhepunkte der Saison 17/18 sind Auftritte beim Boston Symphony Orchestra unter Tugan Sokhiev, sein Debut mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam unter dem Dirigat Riccardo Chaillys sowie die Wiedereinladung nach Leipzig zum Gewandhausorchester mit Robert Trevino und dem Tschaikowsky Violinkonzert. Um Leonard Bernsteins 100-jährigen Geburtstag gebührend zu feiern, wird er mit dessen Serenade für Violine und Orchester beim BBC Symphony Orchestra in London und beim San Francisco Symphony in den USA zu Gast sein. Schließlich führt ihn sein Weg nach München, wo er zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester und Daniele Rustioni mit zwei Aufführungen des Violinkonzerts Nr. 2 von Prokofiev zu hören sein wird, für dessen Einspielung (BIS) er gerade mit jeweils 5 Sternen vom BBC Music Magazine, Diapason und RONDO Magazin ausgezeichnet wurde. Es folgen weitere Konzerte mit dem Luzerner Sinfonie Orchester, dem Finnischen Radio Orchestra sowie dem Czech Philharmonic. Kleinere Besetzungen, bei denen Vadim Gluzman vom Konzertmeisterstuhl aus leiten und gleichzeitig solistisch tätig sein wird, werden zum einen in Wien mit dem Wiener Kammerorchester zu hören sein, zum anderen seine Arbeit als künstlerischer Berater und Gastsolist der Kammermusikreihe des ProMusica Chamber Orchestras in Columbus, Ohio in vierter Saison in Folge fortsetzen.

Da gerade auch Kammermusik für Vadim Gluzman eine große Rolle spielt, wird er im Trio mit Johannes Moser (Cello) und Yevgeny Sudbin (Piano) mit einem aussergewöhnlichen Programm auf Europatournee gehen. Wichtige Stationen der drei Musiker werden dabei London, Hamburg, Bilbao, Berlin und Mailand sein.

In dieser Saison wird Vadim Gluzman die Europapremiere von Sofia Gubaidulinas Triplekonzert für Violine, Cello und Bayan mit Johannes Moser, Elsbeth Moser und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Omer Meir Wellber spielen. Er hat bereits Werke von Komponisten wie Giya Kancheli, Lera Auerbach, Sofia Gubaidulina und Michael Daughertys uraufgeführt und erstmalig aufgenommen, so zuletzt auch Elena Firsovas Concerto for Violin and Cello mit Johannes Moser und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Tugan Sokhiev in der Berliner Philharmonie.

Sein letztes Album widmet sich ganz Johannes Brahms: eingespielt wurden das Violinkonzert mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter James Gaffigan sowie die Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier mit Angela Yoffe. Die Aufnahme ist mit Begeisterung aufgenommen worden: „A perfect balance of head and heart!“, bestätigt das Gramophone Magazine. Sie erhielt ebenfalls 5 Diapason, war Editor’s choice des Gramophone Magazine und wurde in die Longlist des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen, um nur einige der Auszeichnungen zu nennen.

Vadim Gluzman wurde 1973 in der Ukraine geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren. Vor seinem Umzug nach Israel im Jahr 1990, wo er bei Yair Kless studierte, lernte er in Lettland bei Roman Sne und in Russland bei Zakhar Bron. Seine Lehrer in den USA waren Arkady Fomin und an der Juilliard School die verstorbene Dorothy DeLay sowie Masao Kawasaki. Zu Beginn seiner Karriere hatte Vadim Gluzman das Glück, von Isaac Stern gefördert zu werden. 1994 erhielt er den renommierten Henryk Szeryng Foundation Career Award.

Vadim Gluzman spielt die aus dem Jahre 1690 stammende ‘ex-Leopold Auer’ Stradivari, die ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wird.

Stand: September 2017