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Moritz Eggert / Photo: Astrid Ackermann

Moritz Eggert

Moritz Eggert

Klavier

Moritz Eggert wurde 1965 geboren und ist einer der vielseitigsten und innovativsten Künstler der Neuen Musik Szene.

Als Komponist setzte sich Moritz Eggert von Anfang an gerne zwischen alle Stühle. Er experimentiert mit unterschiedlichen Musikstilen und engagiert sich für ein Umdenken im Zugang und Umgang mit zeitgenössischer Musik. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Freax“ (Oper zusammen mit Christoph Schlingensief 2007) oder „Wir akzeptieren die Nutzungsbedingungen“ (Auftragswerk zum 100-jährigen Jubiläum der Goethe-Universität Frankfurt 2014) versucht er das gängige Bild der Neuen Musik als alleinige Angelegenheit für ein Expertenpublikum aufzulösen.

Sein Werkverzeichnis von inzwischen mehr als 240 Stücken enthält nicht nur 16 abendfüllende Opern (u.a. „All diese Tage“ 2012, „Teufels Küche“ 2014, „Traviata remixed“ 2016, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ 2019), sondern auch mehrere Ballette und Kompositionen für Tanz- und Musiktheater und Orchestermusik. Moritz Eggert pflegt auch gerne die kammermusikalischen Zwischentöne (u.a. Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“, Klavierzyklus „Hämmerklavier“) und komponiert ebenfalls Vokal-und Chormusik, Kirchenmusik, experimentelle und elektronische Musik, Instrumentalkonzerte, Musik für Kinder und Jugendliche, Film- und Radiomusik sowie Hörspiele und Open-Air-Aufführungen.

Er ist außerdem aktiv in der Kulturpolitik tätig und engagiert sich gegen den voranschreitenden Kulturabbau in Deutschland. Er gründete zusammen mit Sandeep Bhagwati das ADEvantgarde-Festival für junge Komponisten in München. Er war drei Jahre lang Mitglied im Vorstand des Deutschen Komponistenverbandes und ist seit 2010 Professor für Komposition an der Münchener Hochschule für Musik und Theater.

Daneben betreibt er für die Neue Musikzeitung den „Bad Blog of Musick“. Als meistgelesener Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland informiert Eggert in oftmals satirischen und provokanten Artikeln über heutige Kultur und Kulturpolitik.

Stand: Juni 2019